Klimawoche 2: Wie Sie klimafreundlich essen und zugleich genießen können
Unsere Ernährung beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unseren Planeten. Von der Produktion über den Transport bis hin zur Entsorgung von Lebensmitteln entstehen Treibhausgase, die das Klima belasten. Doch mit bewussten Entscheidungen können wir unseren ökologischen Fußabdruck erheblich verringern. In dieser Woche setzen wir uns mit nachhaltiger Ernährung auseinander. Wir laden Sie ein, sich zu mindestens 80 % vegetarisch oder vegan zu ernähren und herauszufinden, wie einfach, gesund und lecker eine klimafreundliche Ernährung sein kann.In dieser Woche dreht sich alles um eine klimafreundliche Ernährung.
Machen Sie mit und gewinnen Sie ein Klima-Kochbuch oder einen Essenskorb.
Warum ist nachhaltige Ernährung wichtig?
Die weltweite Lebensmittelproduktion verursacht fast ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Besonders problematisch ist die industrielle Tierhaltung:
Hoher CO₂-Ausstoß: Für 1 kg Rindfleisch werden durchschnittlich 15 kg CO₂ freigesetzt – das entspricht einer Autofahrt von etwa 100 km!
Hoher Wasserverbrauch: Zur Herstellung von 1 kg Rindfleisch benötigt man rund 15.000 Liter Wasser. Im Vergleich dazu braucht 1 kg Kartoffeln nur etwa 250 Liter.
Flächenverbrauch und Entwaldung: Für die Futtermittelproduktion werden Regenwälder abgeholzt, wodurch wichtige CO₂-Speicher verloren gehen.
Doch nachhaltige Ernährung bedeutet nicht nur, den Fleischkonsum zu überdenken. Es geht auch darum, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, regionale Produkte zu bevorzugen und umweltfreundliche Anbaumethoden zu unterstützen.
Wie ernährt man sich nachhaltig?
Nachhaltige Ernährung bedeutet, bewusster zu essen und auf umweltschonende Alternativen zu setzen. Hier sind einige einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Ernährung klimafreundlicher gestalten können:
Mehr pflanzliche Lebensmittel essen
Pflanzliche Ernährung ist eine der effektivsten Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte bieten wertvolle Nährstoffe, sind gesund und verursachen weniger Emissionen als tierische Produkte.
Fleischgerichte können durch pflanzliche Alternativen wie Linsen, Tofu oder Jackfruit ersetzt werden.
Hafer- oder Mandeldrinks gilt als Alternative zu Kuhmilch.
Auch vegetarische und vegane Gerichte sind oft überraschend einfach und lecker!
Tipp: Ein schrittweiser Einstieg ist der „Meatless Monday“, bei dem man einmal pro Woche bewusst auf Fleisch verzichtet.
Regionale und saisonale Produkte bevorzugen
Lebensmittel, die von weit her transportiert werden, verursachen durch Flug- und Schiffstransporte hohe CO₂-Emissionen. Wer saisonale Produkte aus der Region kauft, unterstützt nicht nur lokale Bauern, sondern schont auch das Klima.
Erdbeeren aus Spanien im Winter? Lieber abwarten, bis sie in Deutschland wachsen!
Auf dem Wochenmarkt einkaufen – oft gibt es dort regionale und unverpackte Produkte.
Im Supermarkt auf Herkunftsangaben achten: Äpfel aus der Region statt aus Neuseeland.
Tipp: Wer saisonal isst, entdeckt oft ganz neue Geschmackswelten. Pastinaken oder Schwarzwurzeln sind ein regionales und saisonales Gemüse im Winter!
Lebensmittelverschwendung vermeiden
Jährlich landen in Deutschland etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist nicht nur eine ethische Frage, sondern auch eine enorme Umweltbelastung.
Reste kreativ verwerten: Übrig gebliebenes Gemüse kann in Suppen oder Aufläufen verarbeitet werden.
Bewusst einkaufen: Nur das kaufen, was wirklich gebraucht wird – und sich an Einkaufslisten halten.
Lebensmittel richtig lagern, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.
Tipp: „Too Good To Go“ und ähnliche Apps helfen dabei, überschüssige Lebensmittel von Restaurants und Bäckereien zu retten.
Weniger verarbeitete Lebensmittel konsumieren
Industriell verarbeitete Lebensmittel wie Tiefkühlpizza oder Fertiggerichte enthalten oft Palmöl, Zucker und Konservierungsstoffe – und haben eine schlechte Umweltbilanz. Besser sind frische, natürliche Zutaten, die selbst zubereitet werden können.
Tipp: Selbst kochen macht nicht nur Spaß, sondern spart auch Verpackungsmüll und unnötige Zusatzstoffe.
Bio-Produkte unterstützen
Bio-Lebensmittel werden ohne chemische Pestizide und künstliche Düngemittel angebaut, was die Böden schont und die Artenvielfalt erhält. Zwar sind Bio-Produkte oft teurer, aber sie sind eine Investition in eine nachhaltige Zukunft.
Tipp: Wenn Bio-Lebensmittel zu teuer erscheinen, konzentrieren Sie sich auf bestimmte Produkte wie Milchprodukte, Eier oder Gemüse mit essbarer Schale, die besonders von Pestizidrückständen betroffen sind.
Fazit: Jede Mahlzeit zählt!
Nachhaltige Ernährung ist kein Verzicht, sondern eine Bereicherung. Sie hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Gesundheit. Jeder kleine Schritt – sei es ein vegetarischer Tag pro Woche oder der bewusste Verzicht auf importierte Lebensmittel – trägt zu einer besseren Zukunft bei.
Die Aufgabe dieser Woche: Klimafreundlich essen!
Wochenaufgabe vom 13. bis 20. März 2025
Setzen Sie sich für diese Woche ein Ziel:
Ernähren Sie sich zu 80 % vegetarisch oder vegan.
Kaufen Sie regional und saisonal ein.
Werfen Sie keine Lebensmittel weg und verwerten Sie Reste.
Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns. Schreiben Sie uns Ihr vegetarisches oder veganes Lieblingsgericht und gewinnen mit etwas Glück einen tollen Preis.
Die Gewinnspielteilnahme ist bis einschließlich 20. März 2025 möglich.